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Was kostet eine professionelle Lichtplanung für ein Einfamilienhaus?

  • 11. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 4. Aug.

Ich bekomme diese Frage regelmäßig — meistens gegen Ende eines ersten Gesprächs, manchmal auch als erstes. Ich finde das gut. Wer offen nach Kosten fragt, denkt ernsthaft darüber nach.

Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an. Aber das ist keine Ausrede — ich erkläre gleich warum.


Was den Preis wirklich bestimmt

Lichtplanung ist keine Ware, die sich nach Quadratmetern berechnen lässt. Drei Faktoren bestimmen den Aufwand:

Ausstattungskosten und Raumanzahl. Das Honorar für Lichtplanung orientiert sich nach § 56 HOAI an den anrechenbaren Ausstattungskosten — also dem Wert der geplanten Leuchten und Installationen, nicht der Wohnfläche allein. Ein Haus mit hochwertiger Ausstattung hat höhere anrechenbare Kosten als ein Standardbau mit gleicher Fläche.

Komplexität der Architektur. Offene Grundrisse, Galerieebenen, bodentiefe Verglasungen, Sichtbeton — all das verändert, wie Licht wirkt und geplant werden muss. Ein rechteckiger Grundriss mit Standarddeckenhöhe ist schnell durchdacht. Eine Halle mit Oberlichtband und Sichtmauerwerk nicht.

Leistungsumfang. Ich unterscheide zwischen Lichtkonzept, Werkplanung und Begleitung der Ausführung. Wer nur ein Konzept mit Produktliste braucht, zahlt weniger als jemand, der möchte, dass ich bis zur Inbetriebnahme dabei bin.


Realistische Preisspannen

Mein Standard-Leistungsumfang für Privathäuser umfasst Grundlagenermittlung, Vor- und Entwurfsplanung, Ausführungsplanung sowie eine schlanke Baubegleitung — ohne Ausschreibung, ohne Vergabe, ohne vollständige Bauleitung. Das entspricht in etwa 59 % des HOAI-Vollhonorars.

Für ein typisches Einfamilienhaus mit 120 m² und Ausstattungskosten von rund 14.000 – 15.000 € netto ergibt sich daraus ein Honorar von:

  • Einfaches Einfamilienhaus bis 150 m², klare Grundrisse: 3.500 – 4.500 € netto

  • Gehobenes Einfamilienhaus 150 – 250 m², komplexere Architektur, Außenanlagen: 4.500 – 7.500 € netto

  • Anspruchsvolles Projekt über 250 m², offene Raumfolgen, hohe Materialqualität, vollständige Werkplanung: ab 7.500 € netto

Ausschreibung und Vergabe biete ich als separate Leistung an. Die vollständige Bauoberleitung ebenfalls — wer das möchte, bekommt ein ergänzendes Angebot.


Was Sie dafür bekommen — und was nicht

Ich plane unabhängig von Herstellern. Keine Provision, keine Rabattabkommen, kein Grund, Ihnen ein bestimmtes Produkt zu empfehlen. Was ich empfehle, empfehle ich, weil es technisch und gestalterisch das Richtige ist.

Was ich nicht mache: Elektroinstallation, vollständige Bauleitung oder Einkauf in Ihrem Namen. Ich plane — die Ausführung übernimmt ein Elektriker, idealerweise einer, der mit meinen Plänen arbeiten kann, gern auch ein Betrieb aus unserem Netzwerk. Wenn die Werkplanung gebucht ist, kommen die Elektriker mit unseren Angaben in nahezu allen Fällen sehr gut zurecht — nach rund 3.000 Projekten und der Zusammenarbeit mit etwa 200 Elektrofachbetrieben sprechen wir ihre Sprache.


Wann lohnt es sich wirklich?

Nicht jedes Projekt braucht einen Lichtplaner. Wer ein kleines, schlichtes Haus baut, alles Standard hat und mit einer guten Elektrikerfirma zusammenarbeitet, kommt oft auch ohne mich zu einem vernünftigen Ergebnis.

Wer aber in Architektur investiert, offene Räume, besondere Materialien oder eine spezifische Atmosphäre anstrebt — und wer nicht erst nach dem Einzug merken möchte, was hätte besser werden können — der ist gut beraten, Lichtplanung früh in den Prozess zu integrieren.

Früh heißt nicht in der Ausführungsphase, wenn die Leitungen schon liegen. Früh heißt in der Entwurfsphase.


Nächster Schritt

Wenn Sie wissen möchten, was Ihr Projekt konkret kosten würde, buchen Sie ein 30-minütiges Erstgespräch. Ich schaue mir die Unterlagen an und sage Ihnen, was ich für sinnvoll halte — ohne Kaufverpflichtung.

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