Was kostet eine professionelle Lichtplanung für ein Einfamilienhaus?
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Ich bekomme diese Frage regelmäßig — meistens gegen Ende eines ersten Gesprächs, manchmal auch als erstes. Ich finde das gut. Wer offen nach Kosten fragt, denkt ernsthaft darüber nach.
Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an. Aber das ist keine Ausrede — ich erkläre gleich warum.
Was den Preis wirklich bestimmt
Lichtplanung ist keine Ware, die sich nach Quadratmetern berechnen lässt. Drei Faktoren bestimmen den Aufwand:
Ausstattungskosten und Raumanzahl. Das Honorar für Lichtplanung orientiert sich nach § 56 HOAI an den anrechenbaren Ausstattungskosten — also dem Wert der geplanten Leuchten und Installationen, nicht der Wohnfläche allein. Ein Haus mit hochwertiger Ausstattung hat höhere anrechenbare Kosten als ein Standardbau mit gleicher Fläche.
Komplexität der Architektur. Offene Grundrisse, Galerieebenen, bodentiefe Verglasungen, Sichtbeton — all das verändert, wie Licht wirkt und geplant werden muss. Ein rechteckiger Grundriss mit Standarddeckenhöhe ist schnell durchdacht. Eine Halle mit Oberlichtband und Sichtmauerwerk nicht.
Leistungsumfang. Ich unterscheide zwischen Lichtkonzept, Werkplanung und Begleitung der Ausführung. Wer nur ein Konzept mit Produktliste braucht, zahlt weniger als wer möchte, dass ich bis zur Inbetriebnahme dabei bin.
Realistische Preisspannen
Mein Standard-Leistungsumfang für Privathäuser umfasst Grundlagenermittlung, Vor- und Entwurfsplanung, Ausführungsplanung sowie eine schlanke Baubegleitung — ohne Ausschreibung, ohne Vergabe, ohne vollständige Bauleitung. Das entspricht in etwa 59 % des HOAI-Vollhonorars.
Für ein typisches Einfamilienhaus mit 120 m² und Ausstattungskosten von rund 14.000 – 15.000 € netto ergibt sich daraus ein Honorar von:
Einfaches Einfamilienhaus bis 150 m², klare Grundrisse: 3.500 – 4.500 € netto
Gehobenes Einfamilienhaus 150 – 250 m², komplexere Architektur, Außenanlagen: 4.500 – 7.500 € netto
Anspruchsvolles Projekt über 250 m², offene Raumfolgen, hohe Materialqualität, vollständige Werkplanung: ab 7.500 € netto
Ausschreibung und Vergabe biete ich als separate Leistung an. Die vollständige Bauoberleitung ebenfalls — wer das möchte, bekommt ein ergänzendes Angebot.
Was du dafür bekommst — und was nicht
Ich plane unabhängig von Herstellern. Keine Provision, keine Rabattabkommen, kein Grund, dir ein bestimmtes Produkt zu empfehlen. Was ich empfehle, empfehle ich weil es technisch und gestalterisch das Richtige ist.
Was ich nicht mache: Elektroinstallation, vollständige Bauleitung oder Einkauf in deinem Namen. Ich plane. Den Rest führt ein Elektriker aus — idealerweise einer, der mit meinen Plänen arbeiten kann. Oder aus unserem Netzwerk jemand. Falls die Werkplanung gebucht wurde ist es in 95% der Fälle so, dass der Elektriker mit unseren Angaben auf den Pläne sehr gut zurechtkommt. Nach ca. 3.000 Projekten haben wir ungefähr schon mit 200 Elektrikern zusammengearbeitet. Des weitern sind wir halbe Elektroingenieure.
Wann lohnt es sich wirklich?
Nicht jedes Projekt braucht einen Lichtplaner. Wer ein kleines, schlichtes Haus baut, alles Standard hat und mit einer guten Elektrikerfirma zusammenarbeitet, kommt oft auch ohne mich zu einem vernünftigen Ergebnis.
Wer aber in Architektur investiert, offene Räume, besondere Materialien oder eine spezifische Atmosphäre anstrebt — und wer nicht erst nach dem Einzug merken möchte, was hätte besser werden können — der ist gut beraten, Lichtplanung früh in den Prozess zu integrieren.
Früh heißt nicht in der Ausführungsphase, wenn die Leitungen schon liegen. Früh heißt in der Entwurfsphase.
Nächster Schritt
Wenn du wissen möchtest, was dein Projekt konkret kosten würde, buche ein 30-minütiges Erstgespräch. Ich schaue mir die Unterlagen an und sage dir, was ich für sinnvoll halte — ohne Kaufverpflichtung.

